Ticker – Coronavirus | Covid19 

Ticker – Coronavirus | Covid19 

Das ZAHLMANN-Team
„Unterm Strich zählt Vertrauen.“

Ticker zum Coronavirus | Covid19 

[21.04.2020]

Liebe Mandanten,

die ersten Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen werden ab heute umgesetzt. Dennoch sind weiterhin zahlreiche Unternehmen von den wirtschaftlichen Auswirkungen und/oder der staatlichen Anordnung zur vorübergehenden Schließung Ihres Unternehmens betroffen.

Ein Mittel um hier die Kosten zu reduzieren, ist die Einführung von Kurzarbeit. Allerdings sind die geringfügig Beschäftigten (sog. Minijobber) hiervon ausgenommen.

Dies hat zur Folge, dass Ihre geringfügig beschäftigten Mitarbeiter arbeiten könnten, es aber nicht dürfen. Das hiermit einhergehende Risiko geht zu Lasten von Ihnen als Arbeitgeber. Die Mitarbeiter behalten Ihren Lohn- bzw. Gehaltsanspruch, gem. § 615 Satz 1 BGB. Eine Entschädigungsregelung für Sie als Arbeitgeber gibt es leider bislang nicht. Ob und inwieweit eine Entschädigungsregelung im Infektionsschutzgesetz getroffen wird, ist weiterhin ungeklärt.

Darüber hinaus kann nur in den Fällen von Arbeit auf Abruf (vgl. § 12 TzBfG) die Arbeitszeit unter folgenden Voraussetzungen gekürzt werden:

  • Arbeitet ein Mitarbeiter/in nach Arbeitsanfall (Arbeit auf Abruf) und wurde eine wöchentliche Höchstarbeitszeit vereinbart, dürfen Sie als Arbeitgeber bis zu 20 Prozent weniger abrufen und bezahlen.
  • Arbeitet ein Mitarbeiter/in nach Arbeitsanfall (Arbeit auf Abruf) und wurde eine wöchentliche Mindestarbeitszeit vereinbart, muss der Arbeitgeber mindestens diese Stunden bezahlen.

Ansonsten kann die Arbeitszeit nur verringert werden, wenn der Minijobber einverstanden ist. Auch die einseitige Anordnung von unbezahltem Urlaub kann nur einvernehmlich erfolgen. Sollte keine Arbeitszeit vereinbart worden sein und es sich um ein Arbeitsverhältnis auf Abruf handeln, besteht die Gefahr, dass eine wöchentliche Arbeitszeit von 20 Stunden fingiert wird. In diesem Fall handelt es sich um keine geringfügige Beschäftigung mehr, sondern um ein voll steuer- und sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis.

Bitte prüfen Sie daher, ob und was für eine Arbeitszeitregelung Sie im Arbeitsvertrag vereinbart haben.

Bei Rückfragen sprechen Sie mich gerne an.

Michael Klose (Rechtsanwalt und Steuerberater)

 

 

[07.04.2020]

KfW-Schnellkredite für den Mittelstand

Auf Basis des am 03.04.2020 von der EU-Kommission veröffentlichten angepassten
Beihilfenrahmens (sog. Temporary Framework) führt die Bundesregierung umfassende KfW-
Schnellkredite für den Mittelstand ein.

Die KfW-Schnellkredite für den Mittelstand umfassen im Kern folgende Maßnahmen:

Unter der Voraussetzung, dass ein mittelständisches Unternehmen im Jahr 2019 oder im
Durchschnitt der letzten drei Jahre einen Gewinn ausgewiesen hat, soll ein „Sofortkredit“ mit
folgenden Eckpunkten gewährt werden:

Der Schnellkredit steht mittelständischen Unternehmen mit mehr als 10 Beschäftigten zur
Verfügung, die mindestens seit 1. Januar 2019 am Markt aktiv gewesen sind.

Das Kreditvolumen pro Unternehmen beträgt bis 25 % des Jahresumsatzes 2019, maximal
800.000 Euro für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl über 50 Mitarbeitern, maximal
500.000 Euro für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl von bis zu 50.

Das Unternehmen darf zum 31. Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten gewesen sein und
muss zu diesem Zeitpunkt geordnete wirtschaftliche Verhältnisse aufweisen.
Zinssatz in Höhe von aktuell 3% mit Laufzeit 10 Jahre.
Die Bank erhält eine Haftungsfreistellung in Höhe von 100% durch die KfW, abgesichert
durch eine Garantie des Bundes.
Die Kreditbewilligung erfolgt ohne weitere Kreditrisikoprüfung durch die Bank oder die KfW.
Hierdurch kann der Kredit schnell bewilligt werden.

Der KfW-Schnellkredit kann nach Genehmigung durch die EU-Kommission starten.

(Quelle: BMF, Gemeinsame Pressemitteilung vom 06.04.2020)

 

In der Corona-Krise werden Sonderzahlungen für Beschäftigte bis zu einem Betrag
von 1.500
Euro im Jahr 2020 steuer- und sozialversicherungsfrei gestellt.


Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber können ihren Beschäftigten nun Beihilfen und
Unterstützungen bis zu einem Betrag von 1.500 Euro steuerfrei auszahlen oder als
Sachleistungen gewähren. Erfasst werden Sonderleistungen, die die Beschäftigten zwischen
dem 1. März 2020 und dem 31. Dezember 2020 erhalten. Voraussetzung ist, dass die
Beihilfen und Unterstützungen zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn geleistet
werden. Die steuerfreien Leistungen sind im Lohnkonto aufzuzeichnen. Andere
Steuerbefreiungen und Bewertungserleichterungen bleiben hiervon unberührt. Die Beihilfen
und Unterstützungen bleiben auch in der Sozialversicherung beitragsfrei.

Mit der Steuer- und Beitragsfreiheit der Sonderzahlungen wird die besondere und
unverzichtbare Leistung der Beschäftigten in der Corona-Krise anerkannt.

(Quelle: Bundesministerium der Finanzen)

 

 

 

[26.03.2020]

Liebe Mandanten,

die Corona-Pandemie hat uns derzeit voll im Griff.
Zur raschen Krisenbewältigung gibt es nun aktuelle Maßnahmen, mit denen wir Sie hier unterstützen wollen.

NRW – Soforthilfe 2020

Mit dem elektronischen Antragsverfahren, das Freitag, 27. März 2020 im Laufe des Tages online gehen wird, besteht die Möglichkeit eine Soforthilfe je nach Betriebsgröße in Höhe von Euro 9.000 bis Euro 25.000 zu beantragen.

Damit das Antragsverfahren möglichst schnell und reibungslos erfolgen kann, sind bestimmte Angaben erforderlich. Gerne unterstützen wir Sie bereits heute dabei und bereiten den Antrag vor, damit Sie umgehend an die benötigte Liquiditätsspritze gelangen.

Unter dem folgenden Link ist die Antragstellung möglich:

https://www.wirtschaft.nrw/nrw-soforthilfe-2020

 

Steuerstundung

Auch zu möglichen Steuerstundungen haben wir inzwischen Informationen gesammelt:

  • Stundungen sind möglich für Einkommen-, Gewerbe-, Körperschaft- und Umsatzsteuer.
  • Die Stundung der Lohnsteuer ist nicht möglich.
  • Die Finanzverwaltung gewährt Stundungen bis zu sechs Monate, wenn Sie fällige Steuern nicht zahlen können.
  • Es können auch Anträge für zukünftig fällig werdende Steuern gestellt werden (z.B. Umsatzsteuer März/2020).

Zu jedem Stundungsantrag ergeht ein Bescheid, den wir selbstverständlich für Sie prüfen. Wir überwachen auch das Auslaufen der Stundung und werden Sie rechtzeitig über fällig werdende Steuern informieren.

Bitte melden Sie sich bei uns, wenn Sie konkrete Unterstützung benötigen.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Zahlmann-Team.

 

 

 

[24.03.2020]

 

 

[19.03.2020]

Liebe Mandanten,
Sehr geehrte Leserin und Leser,

im Augenblick erfordert das Corona-Virus umsichtiges und verantwortliches Handeln. Es ist nicht abzusehen, welche wirtschaftlichen und finanziellen Folgen das Corona-Virus für uns alle hat. Aktuell wird über folgende Maßnahmen diskutiert:

1. Liquidität
Es ist zwingend erforderlich, dass Sie laufend Ihre Liquidität sicherstellen und überwachen. Hierfür stellen wir Ihnen unser Liquiditätsplanungs-Muster kostenlos zur Verfügung. Dies ermöglicht Ihnen den Überblick über Ihre finanzielle Ausgangslage zu behalten, um weitere Maßnahmen (z.B. Finanzierungen) frühzeitig in Anspruch zu nehmen. Bei Bedarf kontaktieren Sie uns gerne per Mail unter info@zahlmann.de
 

2. Stärkung der Liquidität
Die Bundesregierung stellt öffentlich geförderte Kredite zur Verfügung. Genaue Rahmenbedingungen werden aktuell erarbeitet. Nach jetzigem Stand sind die Kredite über Ihre Hausbanken zu beantragen, da diese weiterhin 20% des Ausfallrisikos tragen.

3. Kurzarbeitergeld
Die Kurzarbeiterregelungen für einen erleichterten Bezug sollen bis Anfang April 2020 angepasst werden. Die Registrierung hierfür als Vorbereitung des Antrags auf Kurzarbeit sollten Sie unter diesem Link vornehmen. https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/kurzarbeitergeld-bei-entgeltausfall
Achten Sie bitte darauf, dass Sie Überstunden und Resturlaub aus dem Jahr 2019 abbauen. Es wird aktuell diskutiert, ob diese Voraussetzung für den Antrag auf Kurzarbeit entfallen soll.

4. Steuerstundung
Leider gibt es auch hier seitens des Bundesfinanzministeriums noch keine Klarheit. Insbesondere ist ungewiss, unter welchen Voraussetzungen in der aktuellen Situation eine Stundung bzw. eine zinslose Stundung der Steuerzahlungen gewährt wird.

5. Aussetzung der Insolvenzantragspflicht
Außerdem plant die Bundesregierung aktuell die Insolvenzantragspflicht bis zum 30. September 2020 auszusetzen. Voraussetzung für die Aussetzung ist, dass der Insolvenzgrund auf den Auswirkungen der Corona-Epidemie beruht. Mit einer wöchentlichen Liquiditätsplanung kann dieser Nachweis erbracht werden.

 

 

[16.03.2020]

Liebe Mandanten,
Sehr geehrte Leserin und Leser,

die derzeitige Lage durch den Coronavirus erfordert von allen umsichtiges und verantwortliches Handeln, ohne Hysterie.
Wir sind uns der Situation bewusst und berichten Ihnen hiermit über die Maßnahmen, die wir auch zu Ihrem Schutz getroffen haben.

Wir sind voll handlungsfähig und stehen Ihnen selbstverständlich mit Rat und Tat wie gewohnt zur Verfügung.
Wir bitten jedoch, aufgrund der unklaren Virenlage, möglichst von persönlichen Terminen derzeit Abstand zu nehmen. Selbstverständlich sind wir telefonisch und per Email erreichbar und können uns wie gewohnt um Ihre Belange kümmern.

Sollte die Pandemie Ihre wirtschaftliche Situation nachhaltig negativ beeinflussen bitten wir Sie besonders auf Ihre kurzfristige Liquidität zu achten. Wir stehen für schnellen Rat zur Verfügung.

Derzeit beobachten wir die Maßnahmen der Bundesregierung, die getroffen werden um den wirtschaftlichen Einbußen entgegen zu wirken.

Einzelheiten sind leider bisher dazu und zu weiteren finanziellen Mitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) noch nicht bekannt gegeben worden. Wir werden Sie darüber auf dem Laufenden halten.

Wir bitten um Ihr Verständnis. Aber die außergewöhnliche Situation erfordert umsichtiges Handeln.

Bleiben Sie gesund!

Mit freundlichem Gruß

Ihr Zahlmann-Team

Zahlmann Klose Nolting

Partnerschaft mbB Steuerberatungsgesellschaft

Löhner Straße 78
D-32584 Löhne

Telefon: +49 (0) 5731-86 68-00
Fax: +49 (0) 5731-86 68-399

E-Mail: info@zahlmann.de
Web: www.zahlmann.de

DATEV eG - Systempartner

Weitere Informationen zum Thema "Coronavirus" erhalten Sie auch
bei unserem Systempartner unter:

Web: www.datev.de/corona

… und wieder ausgezeichnet!

 

TOP-Steuerberater Focus Money 2013 - 2019

Focus Money hat uns auch in 2019 getestet - und dabei zum siebten Mal in Folge festgestellt:
Wir sind Paragrafen-Profis!

WIRAS Verbund International
Fachberater für Unternehmensnachfolge
Fachberater für Restrukturierung und Unternehmensplanung
Fachberater für die Umstrukturierung von Unternehmen

Fachberater für den Heilberufebereich

Zertifiziertes QM-System nach ISO 9001:2015

BdSt Logo

BNI - Business Network International